gewürze – mehr als 1001 geschmackserlebnisse im orient gibt es über gewürze ganz be- stimmt mehr als 1001 geschichten, legenden und anekdoten. schon im altertum wurden gewürze zu verschiedenen zwecken – zum beispiel als aphrodisiakum – eingesetzt. in den letzten jahrzehnten haben die orientalischen gewürze nun auch die europäischen küchen erreicht. es ist immer wieder erstaunlich, was sich mit gewürzen zaubern lässt. viele haus- frauen im orient behaupten, dass es nur auf die richtige gewürznote im gericht ankommt. gewürze können blätter, blüten, rinden, früchte, samen oder wurzeln von pflanzen sein, die man als zutat verwendet – ob ganz oder gemahlen, ob frisch oder getrocknet, ob gebraten oder ohne öl. gewürze enthal- ten ätherische öle, die sich in verbindung mit hitze entfalten, meistens haben sie gesund- heitsfördernde wirkungen. die teuersten gewürze sind safran und vanille, gefolgt von kardamom. safran sind getrock- nete blütenfäden, für ein kilogramm benötigt man circa 150.000 bis 200.000 blütenfäden, was einem anbaugebiet von rund 2000 qua- dratmetern entspricht. diese krokusart lässt sich nur manuell und nur etwa 3 wochen im jahr ernten. dadurch entsteht der hohe preis. zur frage, ob ganze oder gemahlene gewürze verwendet werden sollten, kann man sagen, dass es auf das gewürz ankommt. grund- sätzlich sind ganze gewürze zu empfehlen, wie zum beispiel kreuzkümmel, koriander, senfsamen, fenchel, nelken etc. es gibt aber mischungen, die man immer im haus haben sollte; dazu gehören ras el hanout oder die arabische »7-gewürzmischung«. die haupt- bestandteile sind pfeffer, koriander, nelken, kreuzkümmel, kardamom, muskat und zimt – diese mixtur kommt in vielen orientalischen rezepten vor. ras el hanout bedeutet wörtlich übersetzt »kopf des ladens«. damit meint man die bes- te mischung des gewürzhändlers, die bis zu 40 einzelgewürze beinhalten kann. daher ist die variationsbreite auch recht groß. mittler- weile bekommt man die gewürzkombination nicht nur in orientshops, sondern auch im aus- gesuchten lebensmittelhandel. ein rotstich ist ein indiz auf eine gewisse schärfe, ein gelb- stich deutet auf mehr kurkuma hin, und sollte ein brauner farbton überwiegen, kann man von einem hohen pfeffer- oder zimtanteil aus- gehen. auch diese mischung kommt sehr oft in orientalischen rezepten vor und lässt sich vielfältig einsetzen. 22